Seminardetails

Referent / in

Mag. Eva Kaufmann Psychologin und Bereichsleiterin der LEFÖ/Interventionsstelle für Betroffene von Frauenhandel
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DSA Ursula Kussyk Sozialarbeiterin in Wien
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MMag. Dr. Dina Nachbaur Juristin, Kriminalsoziologin und Geschäftsführerin des Weissen Ringes
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Mag. Barbara Neudecker, MA Leiterin der Fachstelle für Prozessbegleitung für Kinder und Jugendliche im Bundesverband Österreichischer Kinderschutzzentren
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Mag. Eva Plaz

Mag. Eva Plaz RA in Wien
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DSA Marina Sorgo, MA Diplomsozialarbeiterin, Supervisorin, Mediatorin
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Seminarnummer: 20200629-3

Fortbildungsseminar

Psychosoziale Prozessbegleitung für Juristen – in Kooperation mit BMVRDJ und ÖRAK

Datum

29. Juni 2020 - 30. Juni 2020

Approbation

4 Halbtage

Ort

Linz, AUSTRIA TREND HOTEL SCHILLERPARK LINZ, Schillerplatz, Eingang: Rainerstraße 2-4 , 4020 Linz

Seminarleitung

Mag. Eva Plaz, RA in Wien

Referent/en

Mag. Eva Kaufmann, Psychologin und Bereichsleiterin der LEFÖ/Interventionsstelle für Betroffene von Frauenhandel
DSA Ursula Kussyk, Sozialarbeiterin in Wien
MMag. Dr. Dina Nachbaur, Juristin, Kriminalsoziologin und Geschäftsführerin des Weissen Ringes
Mag. Barbara Neudecker, MA, Leiterin der Fachstelle für Prozessbegleitung für Kinder und Jugendliche im Bundesverband Österreichischer Kinderschutzzentren
Mag. Eva Plaz, RA in Wien
DSA Marina Sorgo, MA, Diplomsozialarbeiterin, Supervisorin, Mediatorin

Seminarbeitrag

EUR 400.00 (exkl. 20% USt.), für Rechtsanwälte im 1. Jahr* und Rechtsanwaltsanwärter
EUR 600.00 (exkl. 20% USt.), für Rechtsanwälte und andere Berufsgruppen
Seminarbeitrag inkl. Seminarunterlagen, zwei Mittagessen inkl. Seminargetränke, Kaffeepausen und Konferenzgetränke

Seminarziel

Mit dem Strafprozessrechtsänderungsgesetz I 2016 wurden die Opferrechte abermals gestärkt. Die Gewährung von psychosozialer und juristischer Prozessbegleitung durch bewährte und geeignete Opferhilfeeinrichtungen ist aus dem Katalog der Opferrechte nicht mehr wegzudenken. Österreichweit sind rund 180 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte als juristische Prozessbegleiter tätig, die regelmäßig intensiv mit Opfern und einer psychosozialen Prozessbegleitung zusammenarbeiten.

Das Seminar bietet Ihnen durch ausgewählte Expertinnen eine Einführung in die Grundlagen der Psychotraumatologie und Traumaverarbeitung, thematisiert das in der täglichen Praxis unabdingbare Zusammenwirken von psychosozialer und juristischer Prozessbegleitung, beleuchtet die Verantwortung und die möglichen Spannungsfelder und bietet Einblicke in opfergruppenspezifische Dynamiken und Hintergründe.

Die Seminarleitung erfolgt durch eine in der juristischen Prozessbegleitung erfahrene Rechtsanwältin, welche die Teilnehmer durch die zweitägige Veranstaltung führt und auch selbst als Co-Vortragende mitwirkt.

Diese Fortbildungsveranstaltung basiert auf den Inhalten der neuntägigen externen Grundausbildung für psychosoziale Prozessbegleiter, die bis zu dreimal im Jahr angeboten wird.

Ablauf

Montag, 29. Juni 2020

09.00 - 10.30 (Plaz/Neudecker)
Warum Prozessbegleitung?

11.00 - 12.30 (Plaz/Neudecker)
Grundlagen der Psychotraumatologie und Traumaverarbeitung
Grundlagen der Psychotraumatologie und Traumaverarbeitung im Zusammenhang mit Straf- und Zivilverfahren unter besonderer Berücksichtigung kulturspezifischer Aspekte

13.30 - 15.45 (Plaz/Neudecker/Nachbaur)
Rolle und Funktion der psychosozialen und der juristischen Prozessbegleitung

  • Beginn der Prozessbegleitung: Kontaktaufnahme unter Einbeziehung der Bezugspersonen, Beratung über die Frage der Anzeigeerstattung, Erhalt und Umgang mit ersten Informationen, Abklärung der aktuellen Situation des Opfers, Auftragsabklärung und Vereinbarung von psychosozialer und/oder juristischer Prozessbegleitung, Vorbereitung der nächsten Schritte
  • Anzeigenerstattung: Ablauf, Rechte und Pflichten, Aufgaben der Prozessbegleitung bei der Anzeige, Aufgaben bei der Nachbereitung, Ängste und Fantasien von Opfern
    Vorbereitung auf einzelne Verfahrensschritte und bei Gericht: Vorbereitung des Opfers auf die kontradiktorische Einvernahme, die Hauptverhandlung oder den Tatausgleich, etc.; Aufgaben bei der Nachbereitung; spezifische Fragestellungen zu den Fallverläufen Abschluss der Prozessbegleitung: Abschluss des gerichtlichen Verfahrens und der juristischen und/oder psychosozialen Prozessbegleitung, Situationen der vorzeitigen Beendigung der Prozessbegleitung

16.00 - 17.30 (Plaz/Kussyk)
Verantwortung und Spannungsfelder in der Rolle der Prozessbegleitung - Selbstfürsorge und Psychohygiene; Gefahren der indirekten Traumatisierung
 
Diskussion (Plaz)


Dienstag, 30. Juni 2020

09.00 - 11.15 (Plaz/Neudecker)
Opfergruppenspezifische Dynamiken und Hintergründe

  • Kinder und Jugendliche

11.30 - 13.00 (Plaz/Sorgo)
Gewalt in der Partnerschaft

14.00 - 15.30 (Plaz/Kussyk)
Sexualisierte Gewalt

15.45 - 17.15 (Plaz/Velizarova)
Gewalt im Migrationskontext

17.30 - 18.15 (Plaz)
Resümee

Informationen

Wir bitten um rechtzeitige Anmeldung, da die Teilnehmerzahl auf 18 Personen beschränkt ist.