Seminardetails

Referent / in

Mag. Klaus Pfeiffer, Bakk. LL.M.

Mag. Klaus Pfeiffer, Bakk. LL.M. RA in Wien
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Seminarnummer: 20200415-8

Fortbildungsseminar

Querschnittsmaterie: Dachbodenausbau - Baurecht - WEG, BTVG und MRG in mehrstimmiger Symphonie

Datum

15. April 2020

Approbation

1 Halbtag

Ort

Wien, HOTEL DE FRANCE, Schottenring 3 , 1010 Wien

Referent/en

Mag. Klaus Pfeiffer, Bakk. LL.M., RA in Wien

Seminarbeitrag

EUR 180.00 (exkl. 20% USt.), für Rechtsanwälte im 1. Jahr* und Rechtsanwaltsanwärter
EUR 280.00 (exkl. 20% USt.), für Rechtsanwälte und andere Berufsgruppen
Seminarbeitrag inkl. Seminarunterlagen, Stehbuffet inkl. Seminargetränke

Seminarziel

Die städtische Nachverdichtung hat in den letzten 10-15 Jahren an enormer Bedeutung hinzugekommen, nicht zuletzt aufgrund der Novellierungen des Mietrechtsgesetzes, mit welchen Dachgeschoßausbauten aus dem Vollanwendungsbereich ausgenommen und in den Teilanwendungsbereich integriert wurden. Gerade bei älteren Gebäuden führt der Dachbodenausbau oft zu einer Aufwertung des Gesamtgebäudes, wenn etwa Fassade, Gangflächen oder generell die Allgemeinflächen mitsaniert werden. Neue Lifte ermöglichen Barrierefreiheit, womit den Anforderungen des Wohnbaus im 21. Jahrhundert entsprochen wird.

Das Seminar bietet dem Praktiker einen ersten Überblick über die baurechtlichen Bestimmungen in Österreich, wo in den Landesgesetzen regelmäßig zwischen baubewilligungspflichtigen, anzeigepflichtigen und bewilligungs- und anzeigefreien Maßnahmen unterschieden wird. Dabei sollen die typischen baurechtlichen Probleme beleuchtet werden, insbesondere auch die Schaffung von Pflichtstellplätzen bei Errichtung von neuem Wohnraum.

Neben den baurechtlichen Aspekten wird im Seminar zudem auf das Wohnungseigentumsrecht eingegangen. Der Vorbehalt des Dachbodenausbaus bzw. der Vorbehalt von Dachbodenflächen, die Zustimmung der Wohnungseigentümer und die Neuparifizierung nach fertiggestelltem Ausbau bergen erhebliche Probleme in der Praxis. Die damit verbundenen Zeitverzögerungen können Projekte zum Erliegen bringen, mit massiven finanziellen Auswirkungen für die Beteiligten.

Werden Dachgeschoßwohnungen nicht für den Eigengebrauch, sondern für Dritte errichtet, so sind bei Verkauf vor Fertigstellung auch die Beschränkungen des Bauträgervertragsgesetzes zu beachten. Käufer müssen besichert werden, was bei nicht parifizierten Dachböden Probleme erzeugt. Letztlich wird auf die mietrechtlichen Besonderheiten bei Dachbodenausbau eingegangen, da sehr viele der neu geschaffenen Wohnungen als Vorsorgewohnungen erworben werden.

Ablauf

Mittwoch, 15. April 2020

17.00 - 20.30

Einführung

Baurecht

  • Darstellung der Grundstruktur in den Bauordnungen der Bundesländer
  • bewilligungs- und anzeigepflichtige sowie freie Baumaßnahmen
  • Instanzenzüge und mögliche Rechtsmittel
  • Schaffung von Pflichtstellplätzen.

Wohnungseigentum

  • Vorbehalt des Dachbodenausbaus und sittenwidrige Klauseln
  • Zustimmungsplichten und Rechte der Wohnungseigentümer
  • Neuparifizierung und Berichtigung im Grundbuch
  • Grunderwerbsteuer und Eintragungsgebühr

Bauträgervertragsgesetz

  • Verkauf von neu zu errichtenden oder grundlegend zu erneuernden Wohnungen
  • grundbücherliche und schuldrechtliche Sicherstellung
  • Einverleibung im Grundbuch

Mietrechtsgesetz

  • Verkauf von neu zu errichtenden oder grundlegend zu erneuernden Wohnungen
  • grundbücherliche und schuldrechtliche Sicherstellung
  • Einverleibung im Grundbuch